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Auf dieser Seite finden Sie das aktuelle Angebotsspektrum des Marburger Instituts als Ihrem möglichen zukünftigen Aus- und Weiterbildungsinstitut.

Umfassende weitere Informationen und einen Überblick über das Marburger Institut können Sie sich hier verschaffen. Sie können uns auch schreiben oder uns anrufen:

Mittwochs zwischen 9.30 und 12.30 Uhr
unter der Tel.Nr. +49 6421 6208250
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Systemische Angebote · 2026

Anmeldungen können jederzeit eingereicht werden.


Möchten Sie mehr über die Marburger Praxis der Systemischen Therapie erfahren, finden Sie in diesem Artikel eine erste Orientierung. Weitere Literatur finden Sie hier. Das Marburger Institut als Ihr mögliches zukünftiges Aus- und Weiterbildungsinstitut bietet Ihnen weitere Vorteile:

Die Vor- und Nachteile einer 3-jährigen Vollzeitausbildung und einer 5-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung werden hier diskutiert.

Falls Sie ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut für Psychotherapie in Hessen suchen, finden Sie hier eine Auflistung unabhängig von der Therapieschule.
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  • Definition

    Definition Systemische Therapie

    Systemische Therapie (als psychotherapeutisches Verfahren)1

    Vorbemerkung
    Oft werden psychisch leidende Menschen als Beh
    älter individueller Symptomatiken aufgefasst - so als fänden diese sozusagen im psychosozialen Vakuum statt.
    Symptomatiken treten jedoch nicht isoliert auf, sie weisen vielmehr über sich selbst hinaus und erhalten erst dadurch ihre Bedeutung, dass sie sich im aktuellen Kontext von Beziehungen vollziehen und diese Beziehungen als deren Bestandteile mitgestalten.
    Mit anderen Worten es gibt keine Symptomatiken, die nicht Bestandteile von konkreten Beziehungen wären und diese mitgestalten würden.

    Definition
    Systemische Therapie versteht Symptomatiken somit im Kontext variabler Beziehungsnetze, mit denen man selbst auch als Praktiker, Theoretiker oder Wissenschaftler verwoben ist, sobald man sich mit ihnen beschäftigt. Mithin ist es nicht möglich, einen «objektiven Beobachterstandpunkt» gegenüber Symptomatiken einzunehmen. Zwischenmenschliche Geschehnisse - also auch Symptomatiken - werden immer systemisch kontextualisiert und somit als soziale Konstruktionen verstanden.
    Indem die Systemische Therapie historisch gewachsene Beziehungswirklichkeiten anerkennt und an der Erzeugung neuer Beziehungswirklichkeiten beteiligt ist, geht sie im Einzelfall aus dem hervor, was in der Vergangenheit geschaffen wurde. Somit ist sie bis zu diesem Punkt gesehen postfaktisch2.
    Sie findet jedoch insbesondere in der Gegenwart statt und weist in eine noch-nicht-gegebene Zukunft. Damit wirkt sie präfaktisch3 - sie realisiert sich, indem sie ständig neue Wirklichkeiten in der Gegenwart erschafft und orientiert sich dabei an Vorstellungen (Antizipationen), die wir mit der Zukunft verbinden.
    Sie tendiert dazu kurz zu sein, indem sie sowohl die sogenannten Symptomträger als auch die Beziehungspartner in die gemeinsamen Überlegungen, Gespräche und Formen der Zusammenarbeit mit einbezieht, auf die individuellen Bedürfnisse der Beteiligten eingeht und sie koordiniert. Dadurch vermeidet sie Zeitverluste, die durch mangelnde Koordination entstehen können.
    Um dies zu erreichen, steht die Qualität der dialogischen Zusammenarbeit4 im Zentrum der Systemischen Therapie. Dazu gehört, dass alle Problembeschreibungen der teilnehmenden Beziehungspartner und ihr Zusammenwirken ernst genommen und wertgeschätzt werden. Sowohl die Stimmen als auch die Beschreibungen der Klientinnen und Therapeutinnen sind gleichberechtigt.
    Systemische Therapie findet auf Anfrage statt und setzt unverz
    üglich ein: dadurch dass keine Wartezeiten entstehen, kann sie sich im besten Fall auf wenige Sitzungen begrenzen und vermeidet so Zeitverluste und Schädigungen, die sich z.B. in Chronifizierungen zeigen können.
    Weil es ihr Ziel ist, Symptome und ihre Problemzusammenhänge aufzulösen, ist sie ergebnisoffen und nicht vorhersehbar: Die präfaktische Ungewissheit der therapeutischen Zusammenarbeit führt über das postfaktische Wissen, das alle Beteiligten mit in die Therapie einbringen, hinaus. Sie mündet ein in neue nicht-vorhersehbare Bereiche, in denen die Konstruktion neuer Möglichkeiten stattfindet.
    Die genannten Merkmale tragen zur Qualität der therapeutischen Zusammenarbeit und Wirtschaftlichkeit der Systemischen Therapie in dem Sinne bei, dass sie entpathologisieren, Symptome reduzieren und auflösen, neue Handlungsmöglichkeiten schaffen, die Zufriedenheit der Klienten erhöhen und die Dauer der Therapie verkürzen.

    Fußnoten
    1 Deissler, Klaus G. & Kaya, Ahmet. Systemische Therapie wertschätzen. Systemagazin, 2019.
    2 John Shotter benutzt in seiner Diskussion den Begriff «after the fact» (nach dem Faktum), was wir der Einfachheit halber mit postfaktisch übersetzt haben. Shotter, John, 2016. Speaking, Actually: Towards a New 'Fluid' Common-Sense Understanding of Relational Becomings. EIC Press, London
    3 Entsprechend verwendet John Shotter den Begriff «before the fact» (vor dem Faktum), den wir wiederum als präfaktisch übersetzen. Shotter, John. 2016, a.a.O..
    4 Deissler, Klaus G., 2016. Sozialer Konstruktionismus - Wandel durch dialogische Zusammenarbeit. In: Levold, Tom & Wirsching, Michael (hg). Systemische Therapie und Beratung - das große Lehrbuch. Carl-Auer, Heidelberg (2. Auflage).
  • Qualität

    Qualität durch Dialogische Zusammenarbeit

    Aus der Definition geht hervor, dass Systemische Therapie folgende Qualitätsmerkmale aufweist1:

    1. Im Zentrum der Therapie steht die Qualität der therapeutischen Zusammenarbeit2. Durch diese wird ein deklariertes Problem auf therapeutische Weise im Mehrpersonensystem organisiert und auf das Ziel, der Auflösung des Problems beizutragen und neue Handlungsmöglichkeiten zu schaffen, ausgerichtet.

    2. An dieser Zusammenarbeit sind in der Regel verschiedene Teile von Mehrpersonensystemen der Klient*innen und Therapeut*innen beteiligt.

    3. Die therapeutische Zusammenarbeit setzt unmittelbar mit dem Erstkontakt und der Deklaration des Problems ein und beginnt somit ohne zeitliche Verz
    ögerung (Wartezeit).

    4. Alle relevanten Beziehungspartner*innen, die zur Aufl
    ösung des Problems und der Schaffung neuer Möglichkeiten beitragen können, gehören zum problem-auflösenden System. In die therapeutische Zusammenarbeit (das «therapeutische System» i.e.S.) können all diejenigen einbezogen werden, die aktiv an der Auflösung des Problems teilhaben möchten.

    5. Indem Systemische Therapie auf diese Weise die Qualit
    ät der therapeutischen Zusammenarbeit ins Zentrum rückt, vermeidet sie Koordinationsdefizite und realisiert sich unausgesprochen als Mehrpersonen-Kurzzeittherapie.

    6. Der Qualit
    ätsgewinn der Systemischen Therapie erfordert dementsprechend eine besondere Qualifikation der Therapeut*innen, die insbesondere dem erhöhten Koordinationsaufwand und der Qualität problemauflösender Gespräche gerecht werden muss.

    7. Ein weiterer Qualit
    ätssprung kann durch ständige live-Supervision in Form eines Reflektierenden Teams installiert werden. Soweit dies geschieht, können Qualitätssicherung und -steigerung unausgesprochen durch diese zusätzliche Maßnahme realisiert werden.

    Fußnoten
    1 Deissler, Klaus G. & Kaya, Ahmet. Systemische Therapie wertschätzen. Systemagazin, 2019.
    2 Wir sprechen hier von «dialogischer Zusammenarbeit».
  • Therapiedauer

    Dauer Systemische Therapie



    Systemische Therapie…

    «…tendiert dazu kurz zu sein, indem sie sowohl die sogenannten Symptomtr
    äger als auch die Beziehungspartner in die gemeinsamen Überlegungen, Gespräche und Formen der Zusammenarbeit mit einbezieht, auf die individuellen Bedürfnisse der Beteiligten eingeht und sie koordiniert. Dadurch vermeidet sie Zeitverluste, die durch mangelnde Koordination entstehen können.
    Um dies zu erreichen, steht die Qualität der dialogischen Zusammenarbeit1 im Zentrum der Systemischen Therapie. Dazu gehört, dass alle Problembeschreibungen der teilnehmenden Beziehungspartner und ihr Zusammenwirken ernst genommen und wertgeschätzt werden. Sowohl die Stimmen als auch die Beschreibungen der Klientinnen und Therapeutinnen sind gleichberechtigt.
    Systemische Therapie findet auf Anfrage statt und setzt unverzüglich ein: dadurch dass keine Wartezeiten entstehen, kann sie sich im besten Fall auf wenige Sitzungen begrenzen und vermeidet so Zeitverluste und Schädigungen, die sich z.B. in Chronifizierungen zeigen können…
    …
    Indem Systemische Therapie auf diese Weise die Qualität der therapeutischen Zusammenarbeit ins Zentrum rückt, vermeidet sie Koordinationsdefizite und realisiert sich unausgesprochen als Mehrpersonen-Kurzzeittherapie».2

    Fußnoten
    1 Deissler, Klaus G., 2016. Sozialer Konstruktionismus - Wandel durch dialogische Zusammenarbeit.
    In: Levold, Tom & Wirsching, Michael (hg). Systemische Therapie und Beratung - das große Lehrbuch. Carl-Auer, Heidelberg.
    2 Deissler, Klaus G. & Kaya, Ahmet. Systemische Therapie wertschätzen. Systemagazin, 2019.
  • Ausbildungsdauer

    Dauer Ausbildung Systemische Therapie



    Die Vorgaben des derzeit gültigen Psychotherapiegesetzes sehen eine Unterscheidung zwischen einer
    drei-jährigen Vollzeitausbildung sowie einer fünf-jährigen berufsbegleitenden Ausbildung zu*r Psychologischen Psychotherapeut*in vor.
    Es ist verständlich, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen ihre Ausbildung so schnell wie möglich absolvieren und sich als Psychotherapeut*in qualifizieren möchten und sie damit mit einer Vollzeitausbildung liebäugeln.

    Wie die Erfahrung jedoch gezeigt hat, schafft es kaum ein*e Teilnehmer*in die Ausbildung in den vorgegebenen drei Jahren einer Vollzeitausbildung abzuschließen. Dies liegt zum einen an umfangreichen Ausbildungsprogramm von 4200 Stunden und der unter diesen Umständen vorausgesetzten und notwendigen finanziellen Absicherung des Lebensunterhalts, zu dem in nur geringem Umfang ein eigener Beitrag geleistet werden kann.

    Das Marburger Institut hat sich deshalb entschieden, ein realistischeres Angebot zu machen - nämlich eine fünf-jährige berufsbegleitende Ausbildung. Dies bietet folgende Vorteile:

    • Der Ausbildungsumfang verteilt sich auf fünf Jahre
    • Die Ausbildungskandidat*innen können in der Regel ihren Lebensunterhalt durch Ausübung eine Berufes sichern.
    • Zudem berät das Marburger Institut sie gerne über Finanzierungsmöglichkeiten, die auf die Bedürfnisse der Ausbildungskandidat*innen zugeschnitten sind.

    Bevor Sie sich also für eine Ausbildung entscheiden, bedenken sie bitte, welche Vor- und Nachteile die Dauer der verschiedenen Ausbildungsgänge haben und/oder lassen sich durch ihr zukünftiges Ausbildungsinstitut beraten.
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Am Weinberg 12
35037 Marburg
Tel.: ‭+49 6421 6208250‬

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